Plattfuß und Senkfuß: Wo liegt der Unterschied?
Beim Senkfuß ist das Längsgewölbe unter Belastung stärker abgesenkt als normal, aber noch vorhanden — oft erworben, etwa durch Bindegewebsschwäche oder erhöhtes Körpergewicht. Beim Plattfuß fehlt das Gewölbe fast vollständig, sichtbar auch ohne Belastung. Beide Formen begünstigen häufig eine Überpronation, weil die stützende Wölbung beim Abrollen fehlt.
Der Nassfußabdruck-Test
Ein einfacher erster Check: Fuß nass machen und auf ein Stück Karton oder dunkles Papier stellen. Ist der gesamte Fußabdruck durchgehend breit sichtbar, ohne erkennbare Einbuchtung an der Innenseite, spricht das für ein abgeflachtes Fußgewölbe. Für eine verlässliche Einschätzung empfiehlt sich trotzdem eine Laufanalyse im Fachgeschäft oder eine podologische Untersuchung.
Was hilft beim Laufen?
- Stabilschuhe mit Führungssystem (mehr dazu in unserem Ratgeber zu Überpronation) gleichen das fehlende Gewölbe aus.
- Orthopädische Einlagen können den Schuh ergänzen, sollten aber individuell angepasst werden.
- Bei ausgeprägtem Plattfuß lohnt sich vor intensivem Lauftraining eine podologische oder orthopädische Abklärung.
Empfehlenswerte Modelle
- ASICS Gel-Kayano 31: Starke mediale Führung, ideal für hohe Laufumfänge.
- Brooks Adrenaline GTS 23: Etwas leichter, mit sanfterer GuideRails-Führung.
Alle Stabilschuhe nach Budget vergleichen?
Zum Schuhfinder →Ergänzendes Fußtraining
Die knöcherne Struktur des Fußgewölbes lässt sich durch Training nicht verändern. Gezielte Fußgymnastik — etwa das Greifen kleiner Gegenstände mit den Zehen oder kurze Barfuß-Einheiten auf weichem Untergrund — kann aber die stützende Fußmuskulatur stärken und Beschwerden langfristig lindern.